BTWH – The Emergence of Modernity ist ein internationales Forschungsnetzwerk, das Forschungsgruppen an einer Vielzahl von Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in den USA und in Europa umspannt.

BTW (als Abkürzung für die University of California at Berkeley, die Eberhard-Karls-Universität Tübingen, und für mehrere Institutionen in Wien) formierte sich erstmals 1998 am IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien unter Anstoß von Anton Kaes und Gotthart Wunberg. Im Jahr 2001 um die Harvard University erweitert, versammelt BTWH seither mehrere Generationen junger (und mittlerweile auch älter gewordener) Literatur-, Film- und Kulturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Im Jahr 2013 kam eine eigene Gruppe an der University of North Carolina at Chapel Hill, hinzu, die am stärksten wachsende Gruppe ist jene der Freefloaters: Absolventinnen und Absolventen der Universitäten an den fünf genannten Hauptstandorten, die mittlerweile andernorts tätig sind.

Das Netzwerk, das sich durch die internationalen Karrieren seiner Mitglieder stark verzweigt hat, erweist sich trotz oder gerade wegen seiner dezentralen Organisation und seiner nur losen institutionellen Anbindungen als langlebig und außerordentlich produktiv.

Die jeweils unter einem Jahresthema stehenden, betont unabhängig von geläufigen Kanonisierungen ausgewählten Texte, Filme und anderen kulturellen Artefakte rund um den Begriff der Moderne werden in Jahreskonferenzen auf ihre gesellschaftliche Produktivität oder – mit Stephen Greenblatt gesprochen – auf ihre »zirkulierende soziale Energie« hin debattiert. BTWH kommt zwar nicht ohne verschiedene Denkrichtungen, aber als eine Art ‚Gelehrtenrepublik' ohne dominante Hierarchien und direkte Karriere-Anreize aus. Die Faszination des Projekts besteht im freien Spiel der Auflösung traditioneller Fach- und Denktraditionen, im Herstellen neuer (intertextueller und intermedialer) Verbindungen und schlicht im Vergnügen des Aufspürens, Entdeckens und Präsentierens überraschender Fundstücke.

Das Netzwerk kommuniziert über regelmäßige Treffen der Einzelgruppen, elektronische Medien und über jährliche Konferenzen an einem der beteiligten Standorte. Einzel- und Sammelpublikationen dienen einer Zusammenfassung bzw. Sicherung der Ergebnisse und ihrer Kommunikation an die wissenschaftliche Öffentlichkeit.

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